Blog Borderline Lesen Sie meine wahre Geschichte

2019 Thomas Lennartz

Warum habe ich die Homepage ins Leben gerufen?

Ich möchte hier auf mich und die Borderline-Erkrankung im Allgemeinen aufmerksam machen und zwar aus meiner Sicht,- wie ich und meine teilweise ebenfalls betroffenen Freunde diese Krankheit empfinden, wie wir damit umgehen, wie wir damit leben (müssen) und wie wir auch darunter leiden. Es gibt ja sehr viele Bücher zu diesem Thema, meist wird dort aber alles nur aus wissenschaftlicher und ärztlicher Sicht geschildert. Man kann sich dadurch zu einer Randgruppe stigmatisiert fühlen, obwohl die Absichten natürlich positiv sind. Beim meinen zahlreichen Arztbesuche wurden mir des Öfteren vielleicht auch aus Zeitdruck zu schnell Medikamente verschrieben,- ich fühlte keine Vertrauensbasis und beim Verlassen der Praxis hatte ich nicht das Gefühl, dass sich jemand vertrauensvoll mit meinen ganz individuellen Problemen auseinandergesetzt hätte. Natürlich gibt es auch sehr gute Ärzte, die sich die Zeit nehmen,- ich spreche hier nur aus meiner Erfahrung.

Die Homepage ist der Versuch, die Krankheit aus meiner Sicht, also aus der Sicht des Betroffenen darzustellen. Der nicht Erkrankte soll sich ein Bild machen können von der Belastung, die die Borderline-Erkrankung mit sich bringt. Der Leser soll zudem auch ein Verständnis für die Psychiatrie bekommen,- diese ist nämlich immer noch bei vielen Menschen ein „Tabu-Thema“.

Was will ich meinen Leidensgenossen mit der Homepage sagen?

Ihr seid nicht allein! Es gibt so viele Menschen, die unter dieser Diagnose leiden, die eigentlich nichts anderes bedeutet als ein tägliches Leben auf der Grenze, eine im wahrsten Sinne des Wortes Berg- und Talfahrt der Gefühle, ein Schwanken von tottraurig und zutiefst verletzt (wenn die Vergangenheit einen erbarmungslos einholt/Misshandlung durch die eigenen Eltern) bis zum völligen Gegenteil innerhalb von nur einem Moment, in dem wir uns um hundertachtzig Grad drehen und alle nur noch lieben und umarmen könnten…
Ich möchte meinen Leidensgenossen sagen, dass es Möglichkeiten gibt, damit umgehen zu lernen und dass die Spitzen von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt behandelbar sind!
Was können Sie selber tun, wenn Sie sich betroffen fühlen?
Die Symptome der Erkrankung treten meist erst während der Pubertät in Erscheinung, also in dem Lebensabschnitt, der zum erwachsen werden gehört. Dies ist die Phase, wo sich Veränderungen der Wahrnehmung, der Stimmung und des Verhaltens besonders wechselhaft und instabil zeigen,- die Reaktion des Heranwachsenden auf sich und seine Umwelt!
(Eine ausführliche Beschreibung der Symptome finden Sie auf der Seite „Erfahrungsberichte von Betroffenen“ und in der Linkliste zum Thema Borderline)

  1. Haben Sie oft das Gefühl, nicht mehr Herr der Lage zu sein? …
  2. Plagen Sie wohlmöglich starke Selbstzweifel oder gar Selbstmordgedanken? …
  3. Beschäftigen Sie sich „im Kopf“ nur noch mit negativen Gedanken? …
  4. Haben Sie häufig das Gefühl, mit ihren Problemen alleine auf der Welt zu sein? …
    … dann sollten Sie in erster Selbsthilfe mit einer Vertrauensperson, die Ihnen lieb ist, über Ihre Sorgen und Nöte sprechen, ohne Tabus und Ängste und ganz offen,- dies ist meist der erste Schritt in die richtige Richtung.

Falls Sie niemanden haben, dem sie sich anvertrauen möchten, sollten Sie sich professionelle Hilfe suchen, z.B. Ihren Hausarzt konsultieren, der sie dann an einen erfahrenen Psychiater oder Psychologen überweisen kann, um eine sichere Diagnose zu stellen. Aber… und das sollte Ihnen Mut machen! Es muss nicht immer heißen „Sie haben Borderline“, es kann sich durchaus auch um andere vorübergehende Erscheinungen handeln! Möglich wäre eine Depression, eine Angststörung oder sogar nur eine rein körperliche Ursache. Dies sollte aber von einem Facharzt abgeklärt werden.
Für Borderline-Erkrankte gibt es auch Selbsthilfebögen, die in manchen Fachbüchern zum Thema Borderline enthalten sind. Auch hie Jir könnten Sie sich Anhaltspunkte suchen, sich selbst zu helfen, Sie finden dort Anregungen, wie Sie besser mit belastenden Situationen umgehen können.

„Ansonsten gibt es die Möglichkeit, in eine für Sie in Ihrer Nähe befindlichen Psychiatrie, eine stationäre Aufnahme in Erwägung zu ziehen. Es gibt dort Ärzte und Personal, die auf diese Situationen angemessen reagieren und ggf. Schritte zur Besserung Ihrer Befindlichkeit einleiten können. Dies kann eine vorübergehende Medikation und oder eine Gruppen- oder Einzel Gesprächs Therapie sein“.

Was ich mir wünsche?

Ich würde mich sehr über viele Beiträge von Betroffenen oder auch Gesunden freuen! Dies könnte eine Plattform werden, um sich auszutauschen, um Erfahrungen zu sammeln, um zu lernen, besser mit der Krankheit umzugehen oder um einfach nur Trost zu spenden… Also schreibt mir! Oder schreibt Euch gegenseitig!…

Auf dieser Website bitte ich auch um Spenden. Gerne können Sie mir eine Spende zukommen lassen. (Hardware und Software benötigt. Weil derzeit der PC Defekt ist und ich mir aus finanziellen Gründen derzeit keinen leisten kann. Auch möchte ich gerne meine WordPress Webseite zur Top Level Domain umwandeln.
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